Slide Kranichnest 03

Ganz nah dran an Kind und Geschehen

Für diejenigen Familien, die bislang noch nicht in Berührung mit einer Elterninitiative gekommen sind, wirken die Mitwirkungspflichten manchmal abschreckend. Wir als Eltern des Kranichnests können aber feststellen, dass die aktive Mitarbeit in der Praxis nicht so belastend ist, wie sie auf den ersten Blick scheinen mag. Viele von uns gehen sogar richtig in ihren Aufgaben auf und finden viel Spaß und Wertschätzung dabei. Und das schöne daran ist: Es kommt immer unseren eigenen Kindern zugute.

Aus eigenem Erleben möchten wir daher kurz die drei wichtigsten Vorteile aufführen:

Mitwirken – Freiräume schaffen

Durch unsere Mitarbeit schaffen wir Freiräume – für die Erziehungs- und Bildungsarbeit unserer ErzieherInnen sowie in finanzieller Hinsicht. Viele unserer Aufgaben müssen in vielen Regelkitas von Leitung, ErzieherInnen und anderem Personal sicher gestellt werden. Bei gleich bleibendem oder gar schlechterem Personalschlüssel. Dadurch, dass wir sie von diesen Tätigkeiten entlasten, haben unsere ErzieherInnen mehr Zeit für die Arbeit am Kind. Da wir in vielen Aspekten finanziell auch nicht mit städtischen oder anderen Trägern gleichgestellt sind, sparen wir uns durch die Elternmitarbeit auch Geld, dass wir – zumindest teilweise – in unser Personal investieren.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Reguläre Elterndienste: Kochdienst, Waschdienst und Elternnotdienst.
  • Elternämter: Aufgaben, die das „Funktionieren“ des Vereins und der Einrichtung sicherstellen (z.B. Hausmeister, Pflege des Außengeländes, Fundraising, Essensplanung, Planung Elternnotdienste).
  • Geschäftsführung des Trägervereins als Vorstand.

Mitbestimmung – Einfluss üben

In vielen Kitas ist eine Diskussion über Entscheidungsbeteiligung der Eltern entbrannt. Der Gesetzgeber hat darauf inzwischen reagiert, in dem er z.B. die Elternbeiräte stärkt. Bei uns ist diese Diskussion überflüssig, denn wir Eltern haben auf alle Entscheidungen maßgeblichen Einfluss und nehmen so konkreten Einfluss auf das Wohl unserer Kinder.

  • sechs-wöchentliche Elternabende: alle vereinsrelevanten Themen werden besprochen und mehrheitlich entschieden.
  • Arbeitsgruppen: Erarbeitung von Entscheidungsvorlagen komplexer Fragestellungen in Kleingruppen.
  • Mitgliederbefragungen: In manchen Situationen führen wir (anonyme) Umfragen durch, um ein klareres Meinungsbild zu erhalten.
  • Workshops: in der Vergangenheit haben wir paritätisch besetzte Arbeitsgruppen (Eltern, Vorstände, Erzieher) gebildet, die in umfangreicheren Workshops besonders wichtige und komplexe Themen für alle bearbeitet haben (z.B. Organisationsstruktur oder Leitbildentwicklung).
  • Mitgliederversammlungen: Entscheidung besonders wichtiger Angelegenheiten (z.B.Vorstandsentlastung/-wahlen, Beitragserhöhung, größere Investitionen).
  • zusätzlich wird bei uns sehr viel kommuniziert: zwischen Tür und Angel, per E-Mail oder schwarzem Brett. Vorstand, Eltern und Erzieher haben bei uns immer ein offenes Ohr. Auch dabei wird Meinungsbildung betrieben.

Teilnahme – Gemeinschaft erleben

Im Kranichnest kennt jeder jeden. Alle Kinder wissen beispielsweise die Namen sämtlicher Eltern. Mit der Zeit entwickelt sich durch die Nähe und durch das gemeinsame Arbeiten eine Gemeinschaft aus Eltern, Kindern und ErzieherInnen, die oft bis in den privaten Bereich hineinreicht. Ein weiterer Vorteil: Als Eltern sind wir durch die Überschaubarkeit und Mitgestaltung sehr nah an unseren Kindern. Das Kranichnest ist keine „black box“, so dass wir die Entwicklung unserer Kinder sehr direkt und konkret miterleben können.

  • Überschaubarkeit der Einrichtung und Gruppe – jeder kennt jeden.
  • Viel Solidarität unter den Familien / Freundschaften entstehen.
  • Schneller und direkter Kontakt mit den Erziehern / oft unmittelbare Rückmeldung